Heraus zum Ersten Mai

Blick auf die Spitze der Maidemonstration in Erlangen mit dem Banner Solidarität - Vielfalt - Gerechtigkeit und unter anderem dem DGB-Vorsitzenden Wolfgang Niclas und Oberbürgermeister Florian JanikJedes Jahr sind Demonstration und Kundgebung zum Tag der Arbeit bei mir ein fester Termin im Kalender. Denn der Arbeit ist der Tag, an dem miteinander deutlich wird, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (nur) dann etwas erreichen können, wenn sie gemeinsam handeln.

Das ist auch heute wieder deutlich geworden, vor allem bei den Berichten aus ausgewählten Betrieben: Ob es um Siemens und die Unsicherheit durch den angekündigten Stellenabbau dort geht, um den Tarifstreit bei den Zeitungsjournalistinnen und -journalisten, um die unsichere Zukunft der Beschäftigten bei Kaufhof – auch stellvertretend für die Entwicklung im Einzelhandel insgesamt –, um die Situation der Lehrbeauftragen an der Universität oder um die dünne Personaldecke beim Pflegepersonal in den Kliniken: Wenn sich etwas ändern soll, dann braucht es starke Gewerkschaften, die die Interessen der Beschäftigen vertreten – sowohl gegenüber den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern als auch gegenüber der Politik.

Denn gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne entstehen einerseits durch Tarifverträge. Notwendig ist aber auch staatliche Regulierung: Der Mindestlohn war ein wichtiger Schritt, es muss aber noch einiges mehr folgen: Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung beispielsweise, die Bekämpfung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen und eine kluge Arbeitszeitregulierung, die Beschäftigten die Möglichkeiten einräumt, flexibel ihre Arbeitszeiten festzulegen, aber gleichzeitig (Selbst-)Ausbeutung verhindert.

Wofür ich mich im Landtag beim Thema Arbeit einsetzen will, habe ich ausführlicher hier aufgeschrieben: philipp-dees.de/themen/arbeit